PRESSEMITTEILUNG

15. April  2003

Genehmigung des neuen Atomreaktors FRM 2 unverantwortlich

Unter Auflagen hat das Bundesumweltministerium heute mitgeteilt, dass das Bayerische Umweltministerium die nukleare Betriebsgenehmigung für den Atomforschungsreaktor FRM 2 in Garching bei München erteilen kann.

Der gemeinnützige Verein BÜRGER GEGEN ATOMREAKTOR GARCHING e. V. kritisiert die Genehmigung dieses neuen Atomreaktors aufs Schärfste. Er ist der erste Reaktorneubau in Deutschland seit der Katastrophe von Tschernobyl. Dies fast zeitgleich am 17. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zu verfügen ist ein unglaublicher Skandal und an Skrupellosigkeit nicht mehr zu überbieten. Die BÜRGER GEGEN ATOMREAKTOR GARCHING e. V. fordern die Bayerische Staatsregierung auf, von ihrem Atomprojekt abzulassen. 

Gina Gillig, Vorstand der BÜRGER GEGEN ATOMREAKTOR 
GARCHING e. V.:

„Es ist unverantwortlich, diesen neuen Atomreaktor in Betrieb gehen zu lassen zumal es eine innovativere Alternative zur Erzeugung von Neutronen für die Forschung gibt als die gefährliche Kernspaltung. Die Mehrheit der Garchinger Bevölkerung will diesen Atomreaktor nicht, sie hat im Rahmen des Bürgerentscheids gegen diesen Atomreaktor gestimmt.

Wie bei allen Atomprojekten wird verschwiegen und vertuscht. Das alte Atomei hat z. B. Garchinger Boden radioaktiv verseucht.

Kein Atomreaktor ist sicher, auch nicht der FRM 2. Keine Versicherung übernimmt diese Risiken, auch nicht bei diesem neuen Atomreaktor.  Gesundheit und Eigentum der Bevölkerung sind gefährdet.

Der neuartige Atombrennstoff macht die Bevölkerung um München zu Versuchskaninchen, da er weltweit  noch nirgendwo im Dauerbetrieb eingesetzt worden ist.

Die Entsorgung des atomwaffenfähigen Atommülls ist völlig ungelöst. Das Zwischenlager Ahaus oder die Zwischenlagerung in Garching sind keine Lösung.

Wir müssen uns wehren, denn unsere Heimat dürfen wir nicht Atomsturköpfen überlassen. Wir werden gegen die Betriebsgenehmigung juristisch vorgehen und Klage erheben.“

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Zusätzlicher Hinweis für weiteres Info unter:
http://www.umweltinstitut.org/frames/allg/press/20030415.htm

 

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